Autor: admin

Hexenwahn

Wir halten uns heute gern für aufgeklärt und Vernunft-gesteuert. Erleben aber gerade jetzt und hier bei uns mit der Vorstellung vom akut wiederkehrenden Faschismus eine ‚säkulare Wahnvorstellung’, die im Ausmaß den Vergleich mit vergangenen Jahrhunderten des Hexenwahns nicht scheuen muß: Es lodern zwar nicht mehr die Scheiterhaufen, heute sind dafür Stigmatisierung und soziale Ächtung die wirksame Form der beabsichtigten Vernichtung. Wer die ins Wanken geratenden Mehrheitsmeinungen in Zweifel zieht, ja mit den demokratischen Spielregeln zu bekämpfen sucht, ist ‚Nazi’. Das lernen heute schon die Schulkinder, wenn sie entsprechend ‚aufgeklärte’  Lehrer haben, die in der Lage sind, Geschichte auf zwölf Jahre des Schreckens zu reduzieren und ein Feindbild gleich mitliefern.

Selbst im Stadtrat der beschaulichen Soester Kreisstadt war jüngst der moderne Hexenwahn zu besichtigen, als – während draußen vor dem historischen Rathaus der Weihnachtsmarkt zur gern zitierten Besinnlichkeit einludt – in der letzten Ratssitzung des Jahres etwa zwanzig Ratsmitglieder ihrem Faschismus-Wahn Ausdruck verliehen und zur Rede des einzigen AfD-Vertreters im Rat den Saal verließen. Ein schlechtes Beispiel von Mitgliedern unserer Blockparteien für die immer wieder beschworene Bereitschaft zum Diskurs (auf Deutsch: Gespräch). Und ein schlechtes Beispiel für die Achtung all der Bürger, die der AfD ihre Stimme gaben, damit sie angehört werde. Der geneigte Bürger mag sich vom Inhalt der Rede seinen eigenen Eindruck (Haushalt-2019) verschaffen.

Hiesige Mitglieder einer ehemals mit Recht stolzen Partei wie der Sozialdemokratie dürfen sich z.B. fragen, weshalb sie sich mit ihrer Partei auf dem Wege der Marginalisierung befinden. Und ob sich z.B. mit der Ideologie von der Abschaffung des Individualverkehrs auch die auf ihr Fahrzeug angewiesenen Arbeitnehmer für die SPD und andere grüne Ideologen zu werben sind.

Der aufgeklärte Mensch mag heute lächeln über den Hexenwahn, der noch am Beginn der Neuzeit im sechzehnten und siebzehnten Jahrhundert die Scheiterhaufen lodern ließ (bei Hirschberg lässt sich ein solcher Tatort noch heute lokalisieren.). Die Not des dreißigjährigen Krieges und das harte Klima der sog. Kleinen Eiszeit mögen zur Verunsicherung der Menschen damals nicht nur beigetragen haben.

In diesen vor-weihnachtlichen Tagen hören wir gern das anrührende musikalische Krippenspiel von Carl Orff, das ‚Ludus de nato Infante mirificus’, in dem die Mächte des Guten und des Bösen, die Engel und die Hexen den dramatischen Hintergrund einer alpenländischen Weihnachtsnacht bilden. Und die Hexen sind hier liebenswerte Folklore, Kultur pur. Wahnfrei.

Allen Bürgern guten Willens wünschen wir so gesegnete Weihnachten.

Dr. Wilfried Jacobi

Kreisverband Soest der AfD

(20.12.2018)

13. Februar – Eine neue Website entsteht.

Zur Kommunalwahl 2014 wollen wir besser mit Ihnen in Verbindung stehen. Darum bauen wir gerade unsere Seiten aus. Zur Zeit wird hier noch sehr viel gebastelt, aber es lohnt sich schon gelegentlch hereinzuschauen.